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Ordnen und bewahren von genealogischen
Arbeitsergebnissen

1   Einleitung und Begründung der Notwendigkeit
2   Ordnen der Arbeitsunterlagen
3   Hinweise, die aus der Bearbeitung von Nachlässen abgeleitet wurden

1   Einleitung und Begründung der Notwendigkeit

Die Arbeitsergebnisse der Familienforscher, mit viel Mühe, Zeit und Geld erstellt, müssen gesichert werden. Leider werden Forschungsergebnisse oft durch unkundige Erben vernichtet. Deshalb ist es ratsam, eine schriftliche Nachlassregelung für dieselben zu verfassen. Wenn in der eigenen Familie kein Interesse besteht, kann so eine Vernichtung der Ergebnisse der geleisteten Arbeit verhindert werden.

Die AMF ist bereit, geordnete Nachlässe aufzunehmen. Die Kapazität unseres Archivs ist jedoch nicht unerschöpflich, so dass der Umfang der Unterlagen sinnvoll zu begrenzen ist.

Deshalb ist es zweckmäßig, schon bei der Arbeit und bei der Aufbewahrung der Unterlagen gewisse Grundsätze zu beachten. Bitte helfen Sie mit, und erhalten Sie Ihre Arbeitsergebnisse für nachfolgende Familienforscher. Zu diesem unseren Anliegen werden im folgenden einige Empfehlungen formuliert.

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2    Ordnen der Arbeitsunterlagen

Bewährt haben sich folgende Grundsätze:

  • Zusammenfassung in einer alphabetisch geordneten Ahnenliste, mit Ahnen-Nr. und A-Z-Register der vorkommenden Orte im jeweiligen Land.
  • Liste an die Aktion Forscherkontakte (möglichst gedruckt) geben.
  • Wenn möglich, die Arbeitsergebnisse in einem Sippen- oder Geschlechterbuch zusammenfassen.
  • Quellenregister zu den Ahnen-Nr. anlegen, die angeben, woher welche Namen, Orte und Daten stammen (Kirchenbücher, Gerichtsbücher, Regesten, andere Ahnentafeln usw.).
  • Die Belege müssen einen Bezug zu einer Person haben und gekennzeichnet sein. Das gilt besonders für Abschriften aus Kirchen- und Gerichtsbüchern. Auf diesen ist die betr. Personen-Nr. zu vermerken.
  • Schriftwechsel sollte gesondert und nicht zusammen mit den Urkunden aufbewahrt werden.
  • Alle Ordner, in denen die Forschungsergebnisse in der Regel aufbewahrt werden, sollten Übersichten mit dem Inhalt, Namen und Orten enthalten. Dies betrifft besonders die Ordner, die komplett in ein Archiv eingestellt werden sollen.

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3   Hinweise, die aus der Bearbeitung von Nachlässen abgeleitet wurden

  • Abkürzungen müssen, möglichst bei jedem Vorgang, erläutert werden. Ein Zettel für 100 Ordner genügt nicht. Besser ist es, ohne jegliche Abkürzungen zu arbeiten.
  • Orte sind ausreichend zu beschreiben (PLZ, Kreis, bei ...)
  • Bücher und Zeitschriften sind getrennt zu führen, ebenso Kopien oder Abschriften aus gedruckten Quellen
  • Vollständige Buchablichtungen von seltenen Werken sollten in einer Liste angegeben werden. Das Archiv kann dann die sinnvolle Nutzung z.B. durch die AMF-Arbeitskreise oder andere Vereine im Forschungsgebiet ermöglichen.
  • Zweckmäßig ist eine Gliederung nach
    • Arbeitsmaterial des Forschers, Bücher und Nachschlagewerke
    • Unterlagen, die in der Familie verbleiben, wie Briefe und Bilder
    • Unterlagen, die in ein Archiv gelangen sollen (Genealogisches Archiv, wie AMF-Archiv, Staatsarchiv, Heimatmuseum)
  • Als Erleichterung für die Nachlass-Übernahme ist eine farbliche Markierung durch Etiketten nützlich. Die Farbmarkierung muss beschrieben werden und sollte erklären, wo was hinkommen soll und wie zu unterscheiden ist.

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Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung (AMF)
eMail: vorstand@amf-verein.de
URL: http://www.amf-verein.de/leistungen/b4-1_ordnen.html
letzte Änderung: 23. März 2008 , © ungerweb